Eine Stadt hält inne

21. Dezember 2025

In dieser Woche fand die dreitägige Dezember-Landtagssitzung statt. Normalerweise würde ich dazu jetzt umfängliche Ausführungen machen. Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf verzichten. Dieser Anlass ist der erste Jahrestag des schrecklichen Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024.

Nur so viel zur Landtagssitzung. Es wurden rund 40 Tagesordnungspunkte behandelt. Ich habe zu den Themen einer geplanten Änderung des Kommunalabgabengesetzes und bei einer aktuellen Debatte zum Reformbedarf bei der Gesetzlichen Krankenversicherung gesprochen. Damit komme ich auf wahlperiodenübergreifend auf 275 Landtagsreden.

Am Samstag, den 20. Dezember, gab es zahlreiche Gedenkveranstaltung für die Opfer des schrecklichen Anschlags vor einem Jahr. Angefangen von einem Gedenkgottesdienst in der Johanniskirche, einer Gedenkveranstaltung an gleicher Stelle und einer Lichterkette rund um den Alten Markt. Meine Gedanken kreisten an diesem Tag um die Opfer, die beteiligten Helferinnen und Helfer und die Menschen die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit der Tat auseinandersetzen.

Auch meine eigenen Erinnerungen spielten dabei eine Rolle. Das große Entsetzen über die Tat selbst, die tiefe Traurigkeit und teilweise auch Hilflosigkeit in den Tagen unmittelbar nach dem 20. Dezember, aber auch der große Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft und darüber hinaus. Solidarität und Unterstützungsangebote gab es aus ganz Deutschland.

Jede und jeder in unserer Stadt muss seinen Weg finden mit den Gedanken zur Tat umzugehen. Für mich persönlich gehört dazu auch die politische Aufarbeitung im Rahmen des 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, dem ich als Vertreter der CDU-Landtagsfraktion angehöre.

Das Leid der Betroffenen, physisch wie psychisch, geht in vielen Fällen weiter. Ganz zu schweigen von der Trauer der Hinterbliebenen der sechs Todesopfer. Sie brauchen Unterstützung und Hilfe, und das in vielen Fällen noch für eine lange Zeit und in bestimmten Fällen ihr ganzes Leben lang. Das muss sichergestellt sein.

Dieser Abend und die Tage danach haben viele Heldinnen und Helden hervorgebracht, viele davon sind der breiten Öffentlichkeit unbekannt. Diesen Menschen möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich danken.

Ich wünsche allen von Herzen die innere Kraft mit diesem Ereignis umzugehen und ihren individuellen Weg zur Bewältigung zu finden.